Die „Schulungsinitiative Jugendschutz“ – kurz „SchuJu“ – unterstützt die konsequente Umsetzung des Jugendschutzes bei Abgabe und Verkauf von alkoholhaltigen Getränken in Handel, Online-Handel, Gastronomie und Tankstellen durch umfangreiche Personal-Schulungsmaßnahmen.

Beispiele aus
allen Branchen

Jugendschutz entscheidet sich im Alltag – an der Kasse und im direkten Kundenkontakt. Gerade für mittelständische Tankstellen ist entscheidend, dass Mitarbeitende die gesetzlichen Vorgaben sicher kennen und auch in schwierigen Situationen souverän anwenden können. ‚SchuJu‘ vermittelt dieses Wissen praxisnah und bietet niedrigschwellige Schulungsangebote, die sich gut in den Betriebsalltag integrieren lassen. Deshalb unterstützen wir die Initiative als bft ausdrücklich."
DanielKaddik

Foto: Simon Blackley

Daniel Kaddik, bft (Bundesverband Freier Tankstellen und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler e.V.)
Handel
14. September 2026

SchuJu-Materialien in der Region Hannover im Einsatz

Jugendschutzschulungen an Berufsbildenden Schulen für den Handel
Region_Hannover

In diesem Schuljahr werden an den Berufsbildenden Schulen für den Handel in der Region Hannover Schulungen im Bereich Jugendschutz angeboten. Im Rahmen der Schulungen des Gesetzlichen Jugendschutzes werden die SchuJu-Alterskontrollscheiben sowie die SchuJu-Infobroschüren für den Handel als Handouts für die Auszubildenden angeboten. "Viele Verstöße gegen das Jugenschutzgesetz im Einzelhandel entstehen aus Unsicherheit. Mit den kostenlosen Schulungsmaterialien können die Auszubildenden an den Berufsschulen praxisnah gestärkt werden, damit sie von Anfang an handlungs- und rechtssicher agieren.", so Karolin Schätzchen, Gesetzlicher Jugendschutz, Team 32.41 - allg. Ordnungsangelegenheiten Region Hannover.

Der Jugendschutz besitzt in Kinos traditionell einen sehr hohen Stellenwert – sowohl bei der altersgerechten Filmfreigabe durch die FSK als auch im Zusammenhang mit dem Ausschank und Verkauf alkoholischer Getränke an unseren Kinotheken. Gerade dort, wo Genussangebote zum Kinoerlebnis gehören, ist es entscheidend, Mitarbeitende im Service umfassend für die jugendschutzrechtlichen Vorgaben zu sensibilisieren und praxisnah zu schulen. Als Kooperationspartner der Schulungsinitiative Jugendschutz ‚SchuJu‘ stärken wir als HDF KINO e.V. unsere Mitglieder dabei, gesetzliche Vorgaben sicher umzusetzen und Verantwortung für den Jugendschutz bei der Abgabe alkoholhaltiger Getränke aktiv wahrzunehmen. Die Kooperation ergänzt bestehende Jugendschutzstandards des HDF KINO e.V. sinnvoll und unterstützt Kinos mit zahlreichen niedrigschwelligen Schulungsmöglichkeiten – online und offline.“
Christine Berg

Foto: HDF KINO e.V., Mike Auerbach

Christine Berg, Vorstandvorsitzende HDF KINO e.V.
Der „Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung“ des BSI und der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) haben ein neues Positionspapier verabschiedet, in dem die Alkoholprävention als gemeinsame Aufgabe von Städten, Gemeinden und Herstellern alkoholhaltiger Getränke definiert wird. Es bedarf der gemeinsamen Aufklärung und Prävention, damit alle Verbraucherinnen und Verbraucher verantwortungsbewusst, risikokompetent und gesundheitsverträglich mit Alkohol umgehen. Dies schließt auch den Verzicht auf Alkohol in bestimmten Situationen ein. „Insbesondere die Maßnahmen der Schulungsinitiative Jugendschutz (SchuJu) wird der DStGB in seinen kommunikativen Kanälen aktiv darstellen und streuen. Ordnungsämter und andere zuständige Stellen in den Städten und Gemeinden sollen so jederzeit über die Webseite der Initiative auf die Materialien und Maßnahmen zurückgreifen können, denn diese haben sich bestens bewährt, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Handel, Gastronomie und Tankstellen fit zu machen für die tägliche konsequente Umsetzung des Jugendschutzgesetzes“, so Marc Elxnat, Beigeordneter des DStGB, zu den geplanten Maßnahmen im Rahmen der Kooperation.
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Foto: Bernhard Link/Farbtonwerk

Marc Elxnat, Beigeordneter des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB)

Zum Onlinetraining

Das SchuJu-Training zum Jugendschutz.
Eine Hand hält ein Smartphone, auf dem das SchuJu-Onlinetraining angezeigt wird

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„Der Standard, den ich für den BVOH mit dem Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V. am 23. Januar 2014 aufgleisen durfte, hat seither branchenübergreifend Beachtung und Anerkennung gefunden. Intention des Jugendschutzstandards ist es, das Jugendschutzgesetz seiner Bestimmung nach auch auf den Bereich des Online-Handels mit alkoholhaltigen Getränken anzuwenden. Konkret beinhaltet der Standard, durch eine Altersprüfung – in der Regel Alterssichtprüfung – bei der Paketzustellung sicherzustellen, dass nur Erwachsene Spirituosen und spirituosenhaltige Getränke online bestellen und als Paket entgegennehmen dürfen. Darüber hinaus wird vorgelagert eine Verifizierung des Alters im Rahmen des Bestellvorganges präferiert. Der Jugendschutzstandard ist ein gutes Beispiel gelungener Selbstregulierung im Onlinehandel.“
RA Wolfgang Wentzel

Wolfgang Wentzel, niedergelassener Rechtsanwalt und stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Onlinehandel e.V. (BVOH)